Natto-Wissen

Natto und Langlebigkeit in Japan. Was die Forschung weiß und was Anekdote ist

Marek Kołodziejski 2 min czytania

Natto wird häufig mit japanischer Langlebigkeit in Verbindung gebracht, da es seit Jahrhunderten zu den traditionellen Lebensmitteln Japans gehört. In den Medien kursieren Geschichten von Hundertjährigen, die täglich Natto aßen und ihr hohes Alter damit erklärten. Solche Berichte sind kulturell interessant, es lohnt sich jedoch, Anekdote von dem zu trennen, was tatsächlich bekannt ist. Dieser Beitrag hat informativen Charakter und enthält keine Aussagen über die Heilung oder Vorbeugung von Krankheiten.

Einzelne Berichte über Menschen, die ein hohes Alter erreichten und dabei regelmäßig Natto aßen, sind kein wissenschaftlicher Beweis. Die Lebenserwartung hängt von sehr vielen Faktoren ab: von der genetischen Veranlagung, der gesamten Ernährungsweise, körperlicher Aktivität, dem Lebensstil und der medizinischen Versorgung. Ein einzelnes Lebensmittel dafür verantwortlich zu machen wäre eine unzulässige Vereinfachung.

Was sich seriös sagen lässt, ist folgendes: Natto ist ein Bestandteil der traditionellen japanischen Ernährung und eine gute Quelle für pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe, Vitamin K2 in Form von MK-7 sowie lebende Bakterienkulturen der Fermentation. Populationsstudien zur japanischen Ernährung beschreiben Korrelationen zwischen dem Verzehr von fermentierter Soja und verschiedenen Gesundheitsindikatoren. Eine Korrelation ist jedoch kein kausaler Zusammenhang.

Wer Natto als Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung ausprobieren möchte, kann es als wertvolles Lebensmittel betrachten, jedoch nicht als Rezept für ein langes Leben.

Dieser Beitrag wurde vom Team von Natto.pl erstellt. Er dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Natto ist ein Lebensmittel und kein Arzneimittel.

Autor

Marek Kołodziejski

Założyciel manufaktury TonColor w Zielonej Górze i twórca polskiej technologii produkcji natto. Od lat fermentuje soję i opracował autorską metodę suszenia, na którą złożył zgłoszenie patentowe w UPRP. Pisze o tym, co zna z pierwszej ręki: o naturze natto, jego składnikach i procesie fermentacji, bez obietnic zdrowotnych.

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